Abschlussbericht zum Verbundprojekt
Entwicklung von vakuumgedämmten Verbundfertigteilen im Passivhausstandard und deren Anwendung in einem Prototypen
Nach Fertigstellung der ersten Versuchsgebäude in Passivhausqualität im Jahre 1996 konnten diese energetisch hocheffizienten Häuser jedes Jahr mit beachtlichen Steigerungsraten bei den gebauten Häusern aufwarten. Trotzdem führen auf dem bundesdeutschen Gesamthausmarkt die Passivhäuser noch ein Nischendasein.
Dieses liegt zum Teil an folgenden Gründen:
- Passivhäuser gelten als „teuer“
- dicke Dämmungen und tiefe Fensterleibungen rufen bei vielen Hauskäufern Unbehagen hervor
- architektonisch gelten diese Häuser aufgrund der technischen Anforderungen an geringes A/V-Verhältnis, konsequente Südausrichtung, möglichst Pultdach, etc. als „Schuhschachteln”
- einheitliche Raumtemperaturen (Komforteinschränkung)
- sommerliches Überhitzungsrisiko (wenn Nachtlüftung unwirksam)
- sehr viele Architekten (Untersuchung VARIOTEC) bringen potentielle Kunden von ihrem Passivhausziel ab
Um diese bei der Masse der Architekten bzw. Hauskäufer vorhandenen Akzeptanzprobleme zu überwinden und die auch von der Bundesregierung geforderten Schritte zur konsequenten Energieeinsparung, sowie Reduzierung des Flächenverbrauches, gerade auch im Wohnungsbau, zu erreichen, wurde im Rahmen dieses Forschungsvorhabens auf Basis von hochwärmedämmenden Vakuumisolationspaneelen (VIP) verschiedene Verbundelemente entwickelt. Diese sind modular aufgebaut und ermöglichen neben der hochwärmedämmenden Wirkung bei normalen Wanddicken in Serienfertigung, auch eine kostengünstige Herstellung und einen deutlichen Innenraumgewinn. Diese Verbundelemente wurden eingesetzt, um eine bauphysikalisch optimale Baukonstruktion zur Errichtung eines Demonstrationsobjektes im Passivhaus-Standard zu erreichen.
Die Langzeitbeständigkeit der Elemente und die Wirkung der Systemintegration wurden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms detailliert untersucht. Eine weitere Reduzierung der CO2-Emissionen wurde durch die Wahl innovativer Systeme zur Deckung des Restwärmebedarfes und durch Einsatz stromeffizienter Anlagentechnik erreicht. Behaglichkeits- und Komfortsteigerungen wurden durch thermisch und lichttechnisch optimierte Systeme erreicht.
